Abschussplan


§ 21 des Bundesjagdgesetzes (BJagdG) regelt die berechtigten Ansprüche der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft auf Schutz gegen Wildschäden. Abschussregelungen tragen dazu bei, dass ein gesunder Wildbestand aller heimischen Tierarten in angemessener Zahl erhalten bleibt und der Schutz von bedrohten Tierarten gesichert ist.

Die Abschusspläne werden von der unteren Jagdbehörde im Einvernehmen mit dem Kreisjagdbeirat festgesetzt.

Über den Abschuss und über verendete Stücke von abschussplanpflichtigem Wild sowie von Schwarzwild ist der unteren Jagdbehörde monatlich eine schriftliche Abschussmeldung für das im zurückliegenden Monat erlegte Wild jeweils zum 5. des Folgemonats vorzulegen und eine Abschussliste zu führen und diese für das jeweils abgelaufene Jagdjahr spätestens bis 5. April jeden Jahres zu übersenden.

Jagdausübungsberechtigte legen der unteren Jagdbehörde jährlich einen Vorschlag für den Abschussplan, in dem der geschätzte Wildbestand sowie der Abschuss zahlenmäßig getrennt nach Geschlecht und Klassen angeben ist. Für Rehwild ist der Vorschlag für den Abschussplan für einen Zeitraum von in der Regel drei Jahren vorzulegen. Bei der Erstellung der Abschusspläne sind die waldbaulichen Erfordernisse zu berücksichtigen, die im waldbaulichen Gutachten des zuständigen Forstamtes festgelegt sind.

Wenn das waldbauliche Betriebsziel ausweislich dieses Gutachtens gefährdet oder erheblich gefährdet ist, muss der Abschuss gegenüber dem bisherigen im angemessenen Umfang erhöht werden.

Bei Gefährdung oder erheblicher Gefährdung des waldbaulichen Betriebsziels kann der Verpächter vom Pächter einen körperlichen Nachweis der erlegten Tiere verlangen.

Der Abschuss von Wild, dessen Bestand bedroht erscheint, kann in bestimmten Bezirken oder in bestimmten Revieren dauernd oder zeitweise gänzlich verboten werden

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