Unsere Arbeit


Pädagogische Bausteine unserer Arbeit

Wenn man genügend spielt solange man klein ist,

trägt man Schätze in sich,

aus denen man später sein Leben lang schöpfen kann.

(Astrid Lindgren)

Eingewöhnung

Der Übergang aus der Familie in die noch unbekannte Kindertagesstätte bedeutet im Leben jedes Kindes eine große Herausforderung. In unserer Kindertagesstätte „Sonnenschein“ orientieren wir uns bei der Eingewöhnung am „Berliner Modell“. In einem individuellen Zeitraum vom ca. 14 Tagen wird das Kind von einer Bezugsperson begleitet. Je nach Verlauf kann die Eingewöhnungszeit verlängert oder verkürzt werden. Während dieser Zeit wird das Kind immer von einer Erzieherin in der Gruppe betreut.

Wir unterstützen und fördern Ihr Kind individuell bei folgenden Lern- und Entwicklungsprozessen

Spielen als Lernform

Das Spiel ist die wichtigste Lernform der Kinder. Es umfasst Tätigkeiten, die als Arbeit bezeichnet werden können, die jedoch im Erleben des Kindes zweckfrei und lustbetont sind. Es ist die kindliche Auseinandersetzung mit der Welt. Das freie Spiel hat den gleichen pädagogischen Stellenwert, wie Aktivitäten und Anleitungen. Für die Entwicklung der Kinder schaffen wir unter Einbeziehung ihrer Bedürfnisse wichtige Voraussetzungen:

  • Anregendes und vielseitiges Spielmaterial
  • Rückzugs- und Bewegungsmöglichkeiten drinnen und draußen
  • Erwachsene die nicht nur Aufsicht führen, sondern Spiel- und Ansprechpartner sind

Persönlichkeitsentwicklung

Die Kindertagesstätte unterstützt und ergänzt die Erziehung des Kindes in der Familie. Hier trifft das Kind auf die erste soziale Gemeinschaft außerhalb der Familie. Dies bedeutet, sich für eine bestimmte Zeit im Tagesablauf von der Familie zu lösen und neue komplexere soziale Beziehungen aufzubauen. Wir schaffen sowohl räumliche, zeitliche als auch inhaltliche Bedingungen, damit sich hier jedes Kind wohlfühlen kann.

Emotionale und soziale Kompetenzen

Eine sichere emotionale Basis von Vertrauen und Zuneigung ist ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit zwischen dem Kind und dem Erwachsenen. Wir vermitteln dem Kind jederzeit das Gefühl, angenommen und unterstützt zu werden.

Wir bieten ihrem Kind hier in der Kindertagesstätte Freiräume und Gelegenheiten zum sozialen Miteinander.

Hier macht es Erfahrungen mit:

  • streiten und versöhnen
  • sich durchsetzen und unterordnen
  • sich gegenseitig ablehnen und akzeptieren

Naturerfahrung und Exkursion

Die Welt zu entdecken ist eine wichtige Voraussetzung dafür, sich in ihr zurecht zu finden.

Durch Ausprobieren, Wiederholen und Verstehen kommen die Kinder zu Erkenntnissen und Erfahrungen, auf die sie später immer wieder zurückgreifen können.

Naturerfahrungen und Exkursionen bei uns in der  Kindertagesstätte bedeutet:       

  • jeder erste Turn-Tag im Monat ist als Naturtag festgelegt
  • Beobachtungen von Pflanzen und Tieren in unserer Umgebung
  • Veränderungen und Wachstum in der Natur in den einzelnen Jahreszeiten kennen lernen (pflanzen, säen und ernten in den Kita Hochbeeten)
  • praktische Erfahrungen mit der Natur (pflanzen, gießen, ernten, verarbeiten und essen)
  • die Natur als etwas Liebenswertes und auch Schützenswertes erleben

Kreativität

Kreativ sein bedeutet, schöpferisch zu sein, Ideen zu entwickeln, Phantasien zu entfalten und umzusetzen. Kreativität unterliegt keiner Norm. Sie ist nichts Allgemeingültiges, sondern so vielfältig, wie die Menschen selbst.

Wir schaffen den Raum, den die Kinder brauchen, um Kreativität entwickeln zu können. Hierzu gehört ihnen vielfältige Eindrücke bzw. Erlebnisse zu ermöglichen, die die Phantasie anregen. Impulse werden gegeben und die Sinne angesprochen, denn: „Wo sich nichts eindrückt, kann sich nichts ausdrücken.”

Sprache und Kommunikation

Durch Kommunikation wächst das Kind in die Kultur seiner Familie und die der Gesellschaft hinein. Es erkennt Meinungen und Ansichten anderer und entwickelt eigene Vorstellungen von der Welt. Die gleiche Sprache zu sprechen bedeutet: Eingebunden sein in eine Gruppe und in das soziale Umfeld.

Die Sprachförderung beginnt bereits beim Eintritt in unsere Kindertagesstätte. Sie setzt an den vorher erworbenen Sprachkenntnissen des Kindes an und wird als zentrale und dauerhafte Aufgabe während der gesamten Kindergartenzeit verstanden.

Die Freude des Kindes am Sprechen und Erzählen steht immer im Vordergrund. Wir nutzen im Alltag jede Gelegenheit das Kind zum sprachlichen Handeln zu motivieren z. B. durch:

  • Emotionale Zuwendung
  • Aktives Zuhören
  • Eigene Erlebnisse mitzuteilen
  • Wünsche oder Gefühle mitzuteilen
  • Das Vorlesen und Erzählen von Bilderbüchern und Geschichten
  • Rhythmisches Sprechen in Verbindung mit Musik, Reimen, Geschichten und Liedern
  • Kreis- und Tischspiele
  • Rollenspiele

(Die dazu notwendigen Materialien stehen dem Kind in der gesamten Einrichtung immer zur Verfügung.) 

Aus sich selbst heraus lernt das Kind sprechen, aber niemals ohne eine sprechende, mit ihm kommunizierende Umgebung.

Basiserfahrungen - Lesen und Schreiben

In unserem Kindergartenalltag übt das Kind viele grundlegende Fähigkeiten (z.B. Pinzettengriff, Dreipunktgriff), die für das Erlernen von Schreiben und Lesen notwendig sind. Zudem werden durch gezielte motorische, sowie kognitive Anregungen diese Fähigkeiten auch bewusst gefördert und entwickelt.

Dazu gehören z. B.:

  • tägliches Experimentieren mit verschiedenen Materialien, um grobmotorische Erfahrungen zu sammeln (Sand, Wasser, Schaum, Kleister, Wasserfarben, Fingerfarben, Naturmaterialien)
  • differenziertes Ausprobieren der Feinmotorik mit Buntstiften, Schere, Stempel, Schablonen, Steckspiele und Konstruktionsspiele
  • Kim-Spiele (sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen), Memory, Kartenspiele und Puzzles
  • detaillierte Beschreibung von alltäglichen Gegenständen, Nacherzählungen von Bilderbüchern oder Geschichten (im Rollenspiel oder im kreativen Bereich)

Mathematische Kompetenzen entwickeln

Die mathematische Kompetenz und erste Einsichten in den Zahlbegriff entwickeln sich bei allen Kindern weit vor dem Schulbeginn.

Bereits Kinder im Kindergartenalter haben einen Sinn für die Welt der Zahlen. Dies sieht man in ihrem täglichen Spielverhalten:

  • sortieren von Spielzeug
  • bauen von Türmen
  • teilen von Baumaterial
  • zählen von Gegenständen
  • Abzählreim
  • Gegensätze erkennen z .B. das ist kleiner, das ist größer …

Durch einfache Spiele, Lieder und Aktionen bieten wir ihnen im Alltag die Möglichkeit, mathematische Fähigkeiten zu üben und mathematische Inhalte vom Konkreten bis zum Abstrakten kennen zu lernen. Damit fördern wir das Interesse der Kinder an Zahlen und Mengen.

Naturwissenschaften und Technik

Kinder sind neugierig und möchten Dinge lernen. Dabei zeigen sie einen unbändigen Erkundungs- und Forscherdrang.

Kinder stellen sich Fragen zu möglichen Ursachen für einen bestimmten beobachteten Effekt und begeben sich auf die Suche nach Erklärungen.

Durch eigenes Tun können sie Erfahrungen sammeln und somit Zusammenhänge zu begreifen. 

Wir sind seit 2010 „Haus der kleinen Forscher“, eine Initiative von verschiedenen Gesellschaften, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Diese Stiftung stärkt bundesweit die frühkindliche Bildung in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik. Um diese Auszeichnung zu bekommen, nehmen wir regelmäßig an Fortbildungen teil und dokumentieren unsere Arbeit in einem „Logbuch“. Die Initiative „Haus der kleinen Forscher“ verleiht nach Überprüfung eine Plakette.

Im Rhythmus von 2 Jahren bewerben wir uns, mit neuen wissenschaftlichen Projekten, um erneut die Plakette zu erhalten. Wir sind ausgezeichnet bis 2018.

In festgelegten Zeiträumen erarbeiten wir mit den Kindern verschiedene wissenschaftliche Phänomene und dokumentieren diese. Ziel unserer Arbeit ist es, die natürliche, kindliche Neugier zu wecken, sie zu fördern und nachhaltig die Begeisterung zu stärken.

  • Die Kinder lernen, ihre Entdeckungen und Schlussfolgerungen in Worte zu fassen und steigern so ihre Sprachkompetenz
  • Die Mädchen und Jungen kooperieren in kleinen Gruppen und stärken so ihre Sozialkompetenzen.
  • Der Umgang mit den Experimentiermaterialien schult die Feinmotorik der Kinder spielerisch und ganz nebenbei.

Bewegung und Ernährung

Kinder nutzen von sich aus jede Gelegenheit, um sich zu bewegen. Sie überwinden begeistert Hindernisse, klettern, springen, hopsen, schaukeln, tanzen, rollen und gehen nicht immer den geraden Weg. Sie springen gerne in Pfützen oder klettern am Wegrand über kleine Mauern.

Bewegung heißt Entwicklung. Sich bewegen, bedeutet vorankommen.

Wir schaffen den Kindern den Raum, um die verschiedenen Bewegungsarten wie Balancieren, Klettern, Laufen usw. auszuprobieren.

Die Turnhalle in unserer Kindertagesstätte kann sowohl als Bewegungsbaustelle, also in Eigenregie von den Kindern, als auch für angeleitete Turnstunden genutzt werden.

Für unsere Tagesstättenkinder ist uns eine frische, gesunde und ausgewogene Ernährung sehr wichtig, daher wird bei uns jeden Tag das Essen frisch zubereitet. Unsere Köchin achtet bei der Auswahl und Zubereitung des Mittagessens auf eine gesunde, saisonale und abwechslungsreiche Zusammenstellung der Speisen.

Wir nehmen am Schulobstprogramm teil und so bekommen die Kinder täglich frisches Obst und Gemüse.

Musik und Rhythmik

Das Kind hat Freude an der Entdeckung von Klängen, Tönen und Geräuschen. Es hat bei uns die Möglichkeit mit Instrumenten zu experimentieren, neue Lieder und auch traditionelles Liedgut kennen zu lernen.

Freie und angeleitete Angebote in diesem Bereich sind ein wichtiger Bestandteil des Tagesablaufes hier in der Kindertagesstätte:

Regelmäßig treffen sich alle Kinder zum gemeinsamen Singen im Flur, mit instrumentaler Begleitung (einüben von Liedern zu Feiern und Festen im Jahreskreis)

  • im Stuhlkreis singen und musizieren
  • Malen nach Musik
  • eine Geschichte mit Instrumenten begleiten
  • rhythmisch gesprochene Verse, Fingerspiele, Klatschspiele, Geräusch- und Klangspiele
  • der Umgang mit Orff-Instrumenten
  • das Anhören von CD‘s und Musikkassetten
  • immer wiederkehrende Zusammenarbeit mit der Musikschule und Grundschule
  • Freies bewegen in der Bewegungsbaustelle mit Rhythmus und Musik

Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Grundschule

Damit die individuellen Entwicklungs- und Lernprozesse der Kinder unterstützt und gefördert werden können, ist eine gute und zielorientierte Zusammenarbeit von Kindertagesstätte und Grundschule dringend erforderlich.

Der Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule ist für die Kinder ein bedeutungsvoller Einschnitt. Viele neue Anforderungen und Erwartungen kommen auf sie zu. 

„Schulreife Kinder fallen nicht wie reife Äpfel von den Bäumen“

Durch gemeinsame, kontinuierliche Kontakte in Form von Aktionen und Projekten, während der gesamten Kindergartenzeit, bauen wir Ängste und Unsicherheiten der Kinder ab. Auf diese Weise ist Raum gegeben, um neue Beziehungen zu knüpfen und Vertrauen zu fassen. 

Hier einige Formen der Zusammenarbeit zwischen unserer Kindertagesstätte und der Grundschule:

  • regelmäßige Kooperationstreffen zwischen Kita-Team und Lehrerkollegium
  • gemeinsame Fortbildungen
  • Hospitationen und Besuche in der Kindertagesstätte bzw. Schule
  • Gegenseitige Besuche von Kindergartenkindern und Grundschülern

Erziehungspartnerschaft mit Eltern

Eltern sind unsere direkten Ansprechpartner, wenn es darum geht, optimale Entwicklungsbedingungen für ihr Kind zu schaffen.

Wichtige Elemente in unserer partnerschaftlichen Arbeit mit den Eltern sind:

  • Informationsaustausch zwischen Eltern und Erzieherinnen
  • Aufnahmegespräch
  • Entwicklungsgespräche
  • Tür und Angelgespräche
  • Entwicklung einer Vertrauensbasis, die Raum für wechselseitige Nachfragen und Kritik lässt
  • Kompetenzpartnerschaft zwischen Eltern und Erzieherinnen
  • Ressourcen und Kompetenzen für Aktivitäten und Projekte nutzen
  • Elternbefragungen zu Wünschen, Erwartungen und Bewertungen (z.B. Öffnungszeiten, Terminplanung der Brückentage)
  • Dokumentation und Transparenz unserer pädagogischen Arbeit
  • gemeinsame Feste

Schlussbemerkung

„Kindheit ist lebendig“

Genauso lebendig ist unsere Internetseite. Sie ist an den Bedürfnissen der Kinder – so wie sie im Augenblick gesehen werden – orientiert und somit veränderbar.

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