Zwangsversteigerung


Für die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung eines Grundstücks ist als Vollstreckungsgericht das Amtsgericht zuständig, in dessen Bezirk das Grundstück belegen ist.

Wie kommt es zu einer Zwangsversteigerung?

  • Ein oder mehrere Gläubiger stellen unter Vorlage des Vollstreckungstitels einen Antrag auf Anordnung zur Zwangsversteigerung bei dem zuständigen Bezirks- oder Amtsgericht.
  • Das Gericht prüft die eingereichten Unterlagen durch einen Rechtspfleger
  • Ein Beschluss zur Einleitung eines Zwangsversteigerungsverfahrens wird vom Gericht erlassen.
  • Dieser Beschluss wird in Abt.II des Grundbuches eingetragen und dem Schuldner zugestellt.
  • Das Gerichtes lässt durch einen öfftl. bestellten und vereidigten Sachverständigen den Verkehrswert des Objektes ermitteln.
  • Schuldner und Gläubiger erhalten jeweils eine Ausfertigung der Wertermittlung. Eine weitere Kopie der Liegenschaftsbewertung verbleibt bei Gericht.

 

Wird keine Einstellung des Verfahrens angeordnet oder das gesamte Verfahren aufgehoben ( z.B. weil sich Gläubiger und Schuldner geeinigt haben) kommt es zu dem Zwangsversteigerungstermin. Der Zwangsversteigerungstermin wird mindestens 6 Wochen vor der Bieterrunde öffentlich bekannt gegeben. (Tageszeitung/Aushang Amtsgericht).

Im ersten Termin müssen mindestens 50% des Verkehrswertes geboten werden. Unter diesem Gebot muss der Rechtspfleger keinen Zuschlag erteilen. Der oder die Gläubiger haben jedoch das Recht, den Zuschlag auch bei einem Gebot von unter 70% des Verkehrswertes zu versagen, wenn hierdurch die Forderungen nicht befriedigt werden können.

Wenn im ersten Termin aus vorg. Gründen kein Zuschlag erfolgte, kommt es zu einem zweiten Termin. Im zweiten Termin spielen die Untergrenzen (50%/70%) keine Rolle mehr. Hier kann der Zuschlag theoretisch zu dem ?geringsten Gebot? - zzgl. bestehender Rechte (Kosten) - erteilt werden.

In der Praxis bietet der Gläubiger bei zu geringen Geboten meistens mit, um sich das Objekt selbst zu sichern.

Ein Bieter muss sich darauf einstellen, bei einem Zuschlag eine Sicherheit zu hinterlegen. Die Sicherheit beträgt 10% des Verkehrswertes.

Liegen keine Gründe zum Versagen des Angebotes vor, erfolgt durch das Gericht der Zuschlag für das Objekt. Mit Verkünden des Zuschlages ist der Höchstbieter sofort Eigentümer der Objektes.

Das Gericht bestimmt einen Termin zur Verteilung des Versteigerungserlöses. Bis zu diesem Termin ist der Kaufpreis bei Gericht einzuzahlen.

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