Bestattung und Friedhof


Bei Friedhöfen handelt es sich um öffentliche Einrichtungen, die den Verstorbenen als würdige Ruhestätte und Pflege ihres Andenkens gewidmet sind. Den Ortsgemeinden obliegt es als weisungsfreie Pflichtaufgabe der Selbstverwaltung, Friedhöfe zu errichten und zu unterhalten. Die Ortsgemeinden regeln die Benutzung der Friedhöfe durch die jeweilige Friedhofssatzung.

Bestattung: Jeder menschliche Leichnam muss auf einem Friedhof bestattet werden. Dieser Pflicht steht das Recht auf eine standesgemäße Bestattung gegenüber. Die Bestattung ist aus gesundheitlichen Gründen, aber auch aus Pietätsgründen, eine öffentliche Aufgabe. Jeder Gemeindeeinwohner hat einen Anspruch auf die Benutzung der öffentlichen Friedhofseinrichtung .

Der Bestattungsanspruch ist auf die Zuweisung eines Reihengrabes gerichtet. Er begründet keinen Anspruch auf Zuweisung einer bestimmten Grabstelle. Die Leiche darf frühestens 48 Stunden nach Eintritt des Todes bestattet werden.

Die Erdbestattung oder Einäscherung muss innerhalb von sieben Tagen nach Eintritt des Todes erfolgen.

Grabmalgenehmigung: Bevor ein Grabmal oder eine Grabeinfassung aufgestellt werden darf, muss von der Verbandesgemeindeverwaltung eine Grabmalgenehmigung erteilt werden. Der Antrag auf Erteilung einer Grabmalgenehmigung wird in der Regel vom Steinmetzbetrieb gestellt. Der Antrag kann formlos gestellt werden, jedoch ist eine Zeichnung des Grabmals im Maßstab 1:10 beizufügen.

Die Erteilung der Grabmalgenehmigung ist auf Friedhofsteilen mit besonderen Gestaltungsvorschriften von der Größe und Beschaffenheit des Grabmals abhängig. Auf Friedhofsteilen ohne besondere Gestaltungsvorschriften sind die Grabstätten so zu gestalten, dass die Würde des Friedhofs in seinen einzelnen Teilen und in seiner Gesamtanlage gewahrt wird. Ansonsten wird bei solchen Friedhofsteilen nur das Maß der Grabeinfassung überprüft, bevor eine Grabmalgenehmigung erteilt wird.

Grabstätten:

Reihengrab:

Reihengräber sind Einzelgräber oder Einzelurnengräber. Jeder Einwohner einer Ortsgemeinde hat einen Anspruch auf eine Reihengrabstätte. Ein Reihengrab besteht für die Ruhezeit. Die Ruhezeit wird nach dem Bestattungsgesetz geregelt und wird in der Friedhofssatzung der jeweiligen Ortsgemeinde angegeben.

Wahlgrab:

Wahlgräber sind grundsätzlich Doppelgräber, Dreiergräber und Doppel-urnengräber, jedoch können Einzelgräber und Einzelurnengräber auch als Wahlgrab erworben werden. Ein Wahlgrab besteht für die Zeit des Nutzungsrechtes. Das Nutzungsrecht an einer Grabstätte wird dem Nutzungsberechtigten verliehen. Die Dauer des Nutzungsrechtes ist in der Friedhofssatzung der jeweiligen Ortsgemeinde geregelt.

Anonymgrab

Anonymgräber sind Aschengrabstätten, die von der Friedhofsverwaltung ohne Namensangabe des Verstorbenen belegt werden. Die Hinterbliebenen erfahren im Fall einer Anonymbestattung nicht, wo der Verstorbene beigesetzt wurde.

Leichenhallen:

Eine allgemeine gesetzliche Verpflichtung der Gemeinden zur Errichtung und Unterhaltung von Leichenhallen besteht nicht. Der Friedhofsträger stellt jedoch einen Raum zur würdigen Aufbewahrung eines Leichnams bis zur Bestattung und zur Aufbahrung/Einsegnung am Begräbnistag zur Verfügung. Die Gebühren für die Benutzung der Leichenhalle sind in der Haushaltssat-zung der jeweiligen Ortsgemeinde geregelt.

Friedhofsgebühren:

Friedhöfe sind kostenrechnende Einrichtungen. Das heißt, dass grundsätzlich derjenige die Kosten zu tragen hat, der für ihr Entstehen verantwortlich ist bzw. die gemeindliche Leistung in Anspruch nimmt. Kostenrechnende Einrichtungen haben zum Ziel, die entstehenden Kosten durch die Gebühren zu erwirtschaften.Für die Benutzung der von der Ortsgemeinde verwalteten Friedhöfe und ihrer Einrichtungen sind die Gebühren nach der jeweils geltenden Haushaltssatzung zu entrichten.

Über Bestattungsmöglichkeiten und deren Durchführung beraten Sie die örtlichen Bestattungsunternehmen. In der Regel erledigt das beauftragte Bestattungsunternehmen alle anstehenden Behördengänge.

Ansprechpartner / Stelle

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