Aktuelles und Wissenswertes


Termine und Schließtage 2016 Kindergarten Kunterbunt

12.09.-13.09.16 Fortbildung „ Emmi Pikler“ Konflikte unter Kinder und die Rolle des begleitenden Erwachsenen 

23.12-30.12.16 Weihnachtsferien

Bitte vormerken:

Die Termine für unsere Fortbildungen stehen noch nicht alle fest. Auch können kurzfristig Änderungen vorgenommen werden.

An den Fortbildungstagen ist eine Notgruppe in der Integrativen Kita eingerichtet.

Diese kann in dringenden Notfällen genutzt werden.

Das machen wir spielend

Lernen und Spielen sind für Kinder das ein und dasselbe. Kinder sind Wesen, die von sich aus lernen-und am besten lernen sie, wenn sie an etwas Interesse haben. Unsere Kita ist eine Bildungseinrichtung. Das bedeutet aber nicht, dass unsere Kinder mit „ Wissen“ befüllt werden sollen. Stattdessen sehen wir Erzieherinnen uns als „ Lernbegleiter“, wir machen den Kindern Angebote, die ihren Interessen entsprechen. Und sorgen dafür, dass sie vielfältige Erfahrungen machen können - alleine, mit anderen und immer möglichst mit vielen Sinnen: beim Bauen, Basteln, im Rollenspiel, beim Toben, Rennen, Hüpfen, Klettern, beim Singen und beim Krachmachen, beim Anschauen und Zuhören. Jedes Kind erfährt von uns Wertschätzung und Respekt, die Kinder werden in unserer Einrichtung ernst genommen. Wir begegnen ihnen in Augenhöhe und behandeln sie nicht von oben herab, haben Zeit für ihre Belange und gehen mit Feinfühligkeit auf ihre Bedürfnisse ein. Das heißt aber nicht, dass wir ihnen alles durchgehen lassen. Denn Kinder brauchen auch Regeln. Wir nehmen ihnen den Leistungsdruck, denn ein afrikanisches Sprichwort sagt:“ Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“ Daher gilt als oberste Regel: „ Kinder sind Kinder und wir lassen sie in Ruhe spielen!“

Hurra, ich bin ein Vorschulkind

Endlich ein großes Schulkind sein, davon träumen fast alle Kindergartenkinder früher oder später. Doch viele wissen gar nicht, was sie in der Schule erwartet. Denn neben Schreiben, Lesen und Rechnen lernen müssen sich Kinder auch selbst organisieren und ihren Platz in der Klassengemeinschaft finden. Neben der Beurteilung des Kinderarztes und des Bescheides der Schuleingangsuntersuchung ist die Einschätzung des Kindergartens meist sehr hilfreich. Dort werden die Kinder nicht nur nach ihren geistigen Fähigkeiten beurteilt, sondern auch in ihrem Gruppenverhalten, ihrem Umgang mit Regeln und ihrer seelischen Stabilität. Diese sozialen und emotionalen Komponenten dürfen im Schulalltag keineswegs unterschätzt werden. Was sollten Schulanfänger können? Ihr Kind muss vor Schulbeginn keineswegs rechnen, schreiben oder gar lesen können. Viel wichtiger sind neben der sozialen und emotionalen Reife motorische Fertigkeiten und eine gewisse Konzentrationsfähigkeit. Deswegen wird im Kindergarten im freien Spiel und in unseren Projekten geübt, mit Schere, Stift und Kleber umzugehen, einfache Figuren zu zeichnen und Formen auszumalen, ohne den Rand zu überkritzeln. Auch sollte ihr Kind auf einem Bein hüpfen und sich allein an -und ausziehen können. Dazu gehört das Öffnen und Schließen von Knöpfen und Reißverschlüssen sowie selbst in Zeiten des Klettverschlusses das Schleife binden. Sie sollten von zehn runterzählen, Gegenstände der Größe, Gestalt und Farbe nach ordnen und den Inhalt kurzer gehörter Geschichten wiedergeben. Die Feinmotorik und Konzentration werden in der Kita unter anderem durch Basteln, Puzzeln, Memory und Regelspiele trainiert. Doch wie wird die Selbstständigkeit ihres Kindes gefördert? Kleine Aufgaben werden ihrem Kind übertragen, die es ausführen muss. Dadurch spürt das Kind, dass wir ihm etwas zutrauen und es Verantwortung übernehmen kann. Wir sind aufmerksame Zuhörer, wenn ihr Kind von alltäglichen Erlebnissen berichtet. Bei Konflikten mischen wir uns nur im Ernstfall ein, denn es muss lernen diese alleine zu lösen und auch kleine Misserfolge auszuhalten. Nur so kann es einen Platz in der Klassengemeinschaft finden und mit Spaß und Selbstvertrauen in die Schule gehen.

                                      

Wir sind alle Kinder dieser Erde

Wir Menschen sind alle Kinder dieser Erde. Sie bietet uns die idealen Lebensbedingungen, daher müssen wir uns den vorhandenen Raum teilen und lernen, vernünftig mit sich und den Geschenken von Mutter Erde umzugehen.

Eine Grundvoraussetzung dafür ist das Wissen um fremde Kulturen und die Entwicklung von Toleranz und gegenseitigem Verständnis.

Wo immer wir herkommen, wie auch immer wir aussehen, welche Sprache wir auch sprechen und wie viele Unterschiede sich in der jeweiligen Lebensweise auch ergeben mögen, wir gehören doch alle der selben Gattung an:

Wir sind alle Homo Sapiens und haben mehr gemeinsame als trennende Eigenschaften.

Im Zeitalter der Globalisierung scheinen die Menschen aller fünf Kontinente einander plötzlich viel näher gerückt zu sein.

Allein über den Medientransfer erfahren auch Kinder heutzutage viel  aus fernen Ländern. Transferiert werden aber nicht nur Informationen, sondern auch Waren aus aller Welt. Und Menschen.

Für unsere Kinder ist das ganz normal. Oder denkt irgendein Kind darüber nach, wieso wir hier Döner, Bananen, etc kaufen können.

Selbst die Mode und Kunstwelt inspiriert sich gerne an fremden Kulturen, wie z.B. Trommelkurse, Piercings, Rastalocken  etc. Umgekehrt landet auch viel von „ uns“ in anderen Teilen der Erde.

Auch in unserer Kita setzen wir uns mit den unterschiedlichsten Kulturen auseinander und werden die interkulturelle Arbeit, die Teil unserer Konzeption ist in die alltägliche Arbeit mit einbeziehen und intensiv erarbeiten.

So kommt es, dass der kleine Querk, noch schlummernd, am Eingang der Kita, in seinem Ei liegt und darauf wartet dass er schlüpfen darf.

Aber was ist ein „ Querk“

Aus dem Ei war ein leises Klopfen zu hören: „ Tock-tock-tock.“.

Da war er, der kleine Querk mit seinen vier Geschwistern.

Die fünf Querks wohnen tief im Wald- alleine auf einer Waldlichtung.

Eigentlich hatten die fünf Querks alles, was sich ein Querk wünschen konnte, wenn nicht der Kleinste von ihnen so neugierig gewesen wäre!

Eines Tages schleicht er sich heimlich davon und macht eine unglaubliche Entdeckung: Im Wald leben noch andere Tiere!!!

Klar das die Querks diese sofort kennen lernen wollen!- Gleich am nächsten Morgen ziehen sie in die Welt hinaus.

Unterwegs schlüpfen sie in die unterschiedlichsten Rollen- immer versuchen sie ein anderes Tier zu sein, doch irgendetwas klappt dabei nicht so ganz- man kann nur in fremde Rollen schlüpfen, nie aber jemand anderes sein!!!!!!

Besser ist es, wenn wir immer wir selbst bleiben! Ich bin ich!

Nach dieser Erfahrung gehen alle fünf Querks wieder nach Hause und sind dort glücklich und zufrieden:        

Der kleine Querk wird in den nächsten Wochen in den einzelnen Gruppen schlüpfen und dort freudig von seinen Geschwistern und den Kindern erwartet.

Dann halten alle zusammen Einzug in ihrem neuen zu Hause, dem „Querk – Kuschel-Raum.“

Im „ Querk-Kuschel-Raum“ warten die Querks einmal wöchentlich auf einen Vorlese und Erzähltag. Einige Erziehrinnen aber auch Eltern werden Bilderbücher vorlesen und Märchen erzählen in deutscher Sprache. Die gleichen Bücher haben wir auch in mehreren Sprachen. Daher bitten wir die Eltern sich an diesem Projekt zu beteiligen, uns zu unterstützen und sich an den Vorlesetagen zu beteiligen. So können die Kinder erkennen, es ist das gleiche Buch nur eine andere Sprache!

Bitte sprechen Sie uns an!!!!!

„Spielen – die beste Förderung für ihr Kind“

Was brauchen 4- und 5- jährige Kinder, und was tun wir dafür.

Während die 3- jährigen Kinder Schritt für Schritt ihren Platz in der Gruppe finden, haben die 4- und 5-jährigen Kinder dies schon weitgehend geschafft und bewegen sich jetzt mit mehr Sicherheit im Kindergarten.

Sie sind in ihrer Persönlichkeit gewachsen, ihre Eigenarten werden ausgeprägter, ihre Stärken und Vorlieben deutlicher. Sie haben schon konkrete Vorstellungen und Wünsche. Das Team der Kita ermutigt die Kinder, diese zu entwickeln und auszudrücken, sowie den Kindergartenalltag mitzugestalten.

Wir übertragen den Kindern immer mehr Verantwortung, dazu geben wir ihnen mehr Freiraum, verteilen Aufgaben und bitten um ihre Mithilfe.

Sie richten ihre Kontakte jetzt stärker auf die Gruppe. Freundschaften werden wichtig. Sie gehen mehr auf andere Kinder zu. Dies beinhaltet auch ein größeres Konfliktpotential, denn vieles muss nun ausgehandelt werden. Auch die Selbstbehauptung gegenüber größeren Kindern wird immer stärker.

In all diesen Entwicklungsschritten unterstützen wir die Kinder.

Ihre Welt erobern sie im Sprechen, Spielen und der Bewegung.

In der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit haben sie einen großen Entwicklungssprung gemacht. Sie wollen sich mitteilen über das, was sie erlebt, gesehen und gemacht haben.

In dieser Altersstufe sind Rollenspiele beliebt und wichtig. Erlebtes wird nachgespielt, verarbeitet und verändert. Neue Rollen werden ausprobiert. Im kognitiven Bereich wollen die Kinder Neues lernen und erfahren. Sie stellen Fragen und möchten Dinge erforschen.

Für ihre jetzt anspruchsvollen Bewegungen brauchen sie mehr Bewegungsraum.

Zu den Kleinen gehören sie nicht mehr, aber auch nicht zu den Großen. In dieser ambivalenten Rolle, verbunden mit dem Bedürfnis, mal groß und mal doch lieber klein sein zu wollen, unterstützen wir die Kindergartenkinder im Alter von 4- und 5- Jahren.

Bei uns zurzeit stattfindende Projekte in der Kita:

Mathe- Kings u. Queens entdecken die Welt der Zahlen
(Kinder fassen Mathematik an)

Die Kinder erkunden die Welt der Mathematik auf vielfältige Weise:
Sortieren, Muster, Zahlen, Geometrie, Wiegen, Messen.
Dabei geht es jedoch nicht um Vermittlung von Formeln u. Rechengesetzen, sondern die Kinder sollen selbst Mathematik begreifen.
Dieses Projekt gliedert sich in drei Teilbereiche:
1. Das Geld
2. Gestaltung eines Bilderbuches
3. Messen u. Wiegen, Groß und Klein ( jeweils mit verschiedenen Inhalten)

Die Entdeckungen im Entenland
(gliedert sich in drei Lernfelder)

Jedes Lernfeld beinhaltet fünf Lerneinheiten.
Inhalt des ersten Lernfeldes ist es, die Grundfarben kennen zu lernen und zu sortieren.
Inhalt des zweiten Lernfeldes ist das Erlernen von Formen, die dann spielerisch mit Farben kombiniert werden.
Im dritten Lernfeld wird gezählt gewürfelt!
Immer dabei ist der Rabe Ratemal mit seinen Rätseln und die Ente Oberschlau, der die Kinder immer helfen müssen.
Zum Schluss gibt es noch eine Geschichte und ein Malblatt.


BELA " Bewegungsland"

Dieses Projekt legt den Schwerpunkt verstärkt auf die Förderung der gesunden Bewegung.
Dazu wird ein ganzheitliches und nachhaltiges Herangehen gewählt.
Wird nicht nur alles spielerisch geübt, was eine gesunde körperliche Entwicklung unterstützt, es geht auch  um vieles mehr, wie Sprache, miteinander Leben, Musik und Rhythmus, Kreativität und vor allem Bewegungsfreude und die Beflügelung der Fantasie.
In BELA reisen die Kinder im Fantasieland und werden dort begleitet von Geschichten, Bewegungsspielen, Liedern, Klanginstrumenten und vielem anderen mehr.


Wassergewöhnung in der Kita

Auf spielerische Art und Weise lernen die Kinder den Umgang AM-,IM- und UNTER Wasser und werden somit leistungsbereit bzw. " schwimmbereit".
"Ziel des Anfängerschwimmens sollte sein, dass sich die Kinder im Wasser wohlfühlen, sich an das Wasser gewöhnen, im Wasser vielfältige Erfahrungen sammeln und durch die erworbene Sicherheit im Wasser leistungsbereit sind."

Bei uns zurzeit stattfindende Projekte in der Kita:


1.Zahlenland 1 ( Mengenerfassung bis 10)

2. Zahlenland 2 ( Mengenerfassung bis 20)

3. Kleine Fingerspiele

4. Motopädagogik für Kinder mit Auffälligkeiten in der Bewegung und Wahrnehmung

5. Englisch

6. Entenland ( Farben und Formen und Mengen für die ganz Kleinen )

7. Würzburger Sprachprogramm für alle Vorschulkinder

8. Sprachprogramm des Landes RLP für Migrantenkinder und Kinder mit Sprachauffälligkeiten

9. Wir erkunden jeden Montag den Wald mit einem Förster

10. Waldtage und Waldwochen


Nähere Informationen zu den einzelnen Terminen werden Ihnen rechtzeitig bekanntgegeben.

�Der Wald ist unser Kindergarten�
Pädagogische Konzeption einer Waldgruppe in der Kita Kunterbunt

Leitsatz der � Waldkatzen�
� Niemand weiß, was in einem steckt, solange er nicht versucht hat, es heraus zu holen�
Ernest  Hemingway

Wer erinnert sich nicht gerne daran, mit welchem Eifer und Enthusiasmus er Räuber und Gendarm oder Cowboy und Indianer gespielt hat. Aus Sand und Lehm wurden die tollsten Torten gebacken oder die schönsten Burgen gebaut. So mancher steckte sein ganzes Herzblut in diese Dinge. Schlechtes Wetter gab es nicht und wenn, dann war dies garantiert nicht der Grund, warum man nicht nach draußen wollte. Es war die Faszination unserer Phantasie, die wir in diese Spiele oder Kunstwerke steckten. Wir konnten unseren eigenen Bedürfnissen nachgehen und unsere eigene Dynamik entwickeln.
Warum sollte das bei unseren Kindern heute anders sein?

Kinder wollen sich bewegen. Kinder sollen sich bewegen.
Alles Lebendige, alles Leben ist Bewegung. Bewegung ist
Urbedürfniss jedes einzelnen Menschen.
Aber wo und wie können wir es heute stillen?

Durch die Anhäufung von Konsumangeboten wie Computerspielen, Game Boys und Fernseh-Programmen entfernen wir uns immer mehr von unseren eigentlichen Bedürfnissen. Diese Entfremdung führt zu Kreativitätslosigkeit, geistiger Ermüdung und zu einem Verlust an Phantasie .
Die Waldgruppe bietet optimale Voraussetzungen und Möglichkeiten für vernachlässigte Persönlichkeitsbereiche von Kindern.
Wir möchten die Kinder stärken, ihnen helfen ohne einzugreifen.
Wir wollen die Kinder zum Kindsein anregen, ihnen Freiheit geben, damit sie Platz zum Lachen, Weinen, Träumen, Tanzen, Reden und Singen haben,

Ich möchte Auge sein, um die kleinste Schönheit wahrzunehmen;
Ohr sein für die zartesten Regungen des Lebens;
Hände haben um die Differenzierungen zu spüren;
Alle Sinne öffnen für den Duft des Lebens.         
Peter Klever

Inmitten der Natur dürfen die Kinder ihre Abenteuerlust ausleben, ihrer Phantasie und Kreativität freien Lauf lassen. Sie erforschen die Umwelt und erproben ihre Kräfte. Sie wachsen zusammen und erfahren, was bedeutet in einer Gemeinschaft zu leben, in der sie Geborgenheit und Sicherheit erhalten.

Die  Geschichte des Waldkindergartens

Die Idee des Waldkindergartens stammt aus Dänemark. Dort ist der Aufenthalt in der Natur selbstverständliches Angebot in der Vorschulerziehung.
Seine pädagogische Bedeutsamkeit liegt vor allem in der Erweiterung der Erfahrungsfelder der Kinder. Der Waldkindergarten bietet beste Voraussetzungen, einen positiven Bezug zur Natur aufzubauen.
Auch in Deutschland ist das Konzept, mit Kindern eine bestimmte Zeit in der Natur zu verbringen, inzwischen in vielen Formen von Tageseinrichtungen auf unterschiedliche Art und Weise vertreten.

Die Kita Kunterbunt hat sich daher für eine �integrierte Waldgruppe�
entschieden:
Die Integrierte Waldgruppe ist in Dänemark heute sehr verbreitet aber in Deutschland noch eher die Ausnahme.
Integriert bedeutet, dass es feste Räumlichkeiten, in einem Regelkindergarten gibt. Die Kinder verbringen eine bestimmte Zeit im Wald. Es finden aber auch feste Betreuungszeiten in Räumen statt.
Häufig werden Waldgruppen auch gemischt, d.h. es finden Wechsel zwischen Wald -und Hausgruppen statt. So kommen möglichst viele Kinder in den Genuss regelmäßiger Waldabenteuer, welche Teil unseres pädagogischen Konzeptes ist.

� Stellen wir uns vor, wir müssten einige Kilometer über eine schnurgerade, ebene, hindernisfreie Betonbahn gehen. Am Ende der Strecke werden wie ermattet sein. Wie anders wird es uns bei einer Wanderung durch einen Wald ergehen! Da sind verschlungenen Pfade. Es geht über Stock und Stein. Wurzeln, Moos, dichtes Gebüsch, Rinnsale. Das Licht ist dämmrig. Du muss tganz Auge, ganz Ohr sein.Ganz Nase.
 Es duftet nach Waldkräutern und Waldboden. Seltsame Geräusche von überall her. Vogelstimmen. Am Ende des Weges sind wir erfrischt, fast wie neugeboren. Was war geschehen?
Im Wald war ich mit Körper, Seele und allen Sinnen voll beansprucht, überall kleine, mit Hindernissen verbundene Wagnisse.
Auf der risikolosen Betonbahn forderte mich nichts heraus. Ich hatte nichts zu bestehen. Ich war sozusagen überflüssig.
Das ist es, was uns kaputt macht: Die Unterschlagung unserer Fähigkeiten. Wo kein Wagnis, da kein Gewinn, wo kein Spiel, da kein Leben.�
(Hugo Kükelhaus)

2. Die Rahmenbedingungen
Die Gruppe der � Waldkatzen� setzt sich aus 15-20 Kinder im Alter von 3-6 Jahren zusammen.

2.1 Öffnungszeiten
Uns ist es wichtig, die Waldgruppe in unseren täglichen Kindergarten-Alltag  zu integrieren , somit ist sie an drei festgelegten Tagen (Montag, Mittwoch und Freitag) von 8.45-11.45 Uhr im Wald, damit die Kinder mit dem Bus kommen und auch wieder nach Hause fahren können und die Ganztagskinder die Möglichkeit haben in der Kita zu essen.
Dienstag und Donnerstag verbringen wir in der Kita, wo die Waldgruppe eine Stammgruppe hat. An diesen beiden Tagen findet in der Kita das Projekt der Vorschulkinder� Übergang zur Grundschule�, statt, welches unter dem Thema  �Mathe Kings und Queens erleben die Welt der Zahlen� läuft.
Ebenso haben die Waldkatzen die Möglichkeit am Sprachförderprogramm des Landes RLP teilzunehmen.
Die Gruppe der � Waldkatzen� wird in den Monaten März bis Ende Oktober im Wald sein.

2.2 Personal
Für die Betreuung der Kinder stehen aus unserer Einrichtung zwei Mitarbeiter zur Verfügung( eine Erzieherin mit 27Std. und eine Motopädin mit 22Std.).

2.3. Ausstattungen
für die Kinder:
-Kleidung der Jahreszeit entsprechend z.B. Matschhose, Gummistiefel, Regenjacke, Kappe ( als Sonnen od. Regenschutz) , gutes Schuhwerk,Wechselkleidung
-Die Kinder sollen im Zwiebellook gekleidet sein ( mehrere Kleidungsschichten)
-Rucksack mit Trinkflasche ( kein Glas)
-Brotdose ( wegen Müllvermeidung)
-Tempotücher
-Kleines Isokissen, für in den Rucksack

für das Personal
-Handy
-Verbandtasche
-Waldrucksack
-Trillerpfeife
-Wasserflasche
-Einweghandschuhe
-Einkaufswagen-Rolltasche
-Bestimmungsbuch
-Festes Schuhwerk
-Wetterangepasste Kleidung
-Isolierende Sitzunterlagen
-Handtücher ( Papier)

im Bauwagen
-Bierzeltgarnitur
-Bastelmaterial ( Scheren, Papier, Stifte etc.)
-Bilderbücher
-Einige Spiele und Puzzle
-Schnitzmesser
-Hammer und Nägel, Sägen, Holzbohrer
-Musikinstrumente
-Schaufel und Spaten
-Lupen
-Hängematte
-Isomatten
-Grill
-Plastik-Geschirr
-Einweg-Handschuhe
-Sandspielzeug
-Toilettenpapier
-Wasserkanister
-Papierhandtücher
-Kerzen im Glas, Feuerzeug
-Klappstühle
-Flüssigseife
-Decken
-Holzofen ( Werkstattofen 7Kw)
-Holzkiste für Brennholz
-Feuerlöscher
-Wasserkessel
-Kehrbesen und Schaufel
-Großes Kuschelkissen

Regeln und Grenzen:
für die Kinder:
-Kinder müssen immer in Sichtweite der Erzieherinnen bleiben
-auf ein vereinbartes Zeichen( Trillerpfeife), treffen sich alle Kinder am Wagen
-tote Tiere und Kot dürfen nicht angefasst werden
-keine Beeren und Pflanzen essen
-nach dem Toilettengang und vor dem Essen Hände waschen
-gegessen wird nur das mitgebrachte Frühstück, Essen welches auf dem Boden lag, wird weggeworfen( Fuchsbandwurm)
-Müll mit nach Hause nehmen und nicht im Wald lassen
-Alle Pflanzen und Tiere mit dem nötigen Respekt behandeln und nicht mutwillig zerstören
-Für ihre Rucksäcke sind die Kinder selber verantwortlich ( einpacken und mitnehmen)
-Toilettengang an der hierfür vorgesehenen Stelle

für die Eltern:
-Waldkinder, die krank sind gehen nicht in eine andere Gruppe der Kita, sondern müssen zu Hause bleiben
-Kinder die später in die Kita kommen, müssen in den Wald gebracht werden bzw. dort abgeholt werden
-Eingewöhnung der � Waldkatzen� findet wie in der Kita nach dem  �Berliner Modell� statt
-Eltern sollen Kinder täglich nach Zecken untersuchen
-Elterngespräche finden im Wald statt

für die Erzieherinnen:
-es müssem immer zwei Erzieherinnen in der Waldgruppe sein und somit in den Wald gehen
-es finden regelmäßige Elterngespräche über den Entwicklungsstand des Kindes statt
-Transparenz der Arbeit
-Portfoliomappen werden in der Kita geführt
-Überprüfungen, Beobachtungen und Fragebögen können im Wald durchgeführt werden
-Vorschulkinder nehmen an den Projekttagen ( Dienstag u. Donnerstag) in der Kita teil, daher gehen wir an den Tagen ( Montag, Mittwoch und Freitag) in den Wald
-Unternehmungen/ Hospitationen der Kita werden so gelegt, dass die Waldkatzen auch daran teilnehmen können

Tagesablauf
Die Kinder finden sich morgens in ihrer Stammgruppe in der Kita ein und treffen dort die ersten Vorbereitungen zB. Wasser etc. für ihren Tag im Wald.
Um 8,45 Uhr geht es dann mit einem voll bepackten Bollerwagen in unser Waldstück.
Sind wir im Wald angekommen
 beginnen wir mit Bergüßungskreis,
singen ein Begrüßungslied und
hören eine Begrüßungsgeschichte.

Wenn wir den Hauptweg verlassen
haben, gehen wir durch ein
� Zaubertor� ( Ast). Jedes Kind

Jedes Kind muß einen Zauberspruch sprechen und
gelangt so in den Zauberwald, den Wald der � Waldkatzen�.
                                                                                                                                
Am Bauwagen angekommen , dürfen die Kinder � Frei spielen�. Im freien Spiel haben die Kinder Gelegenheit, in einem festgelegten Bereich ihren Bedürfnissen nachzugehen. Dies kann sowohl die untersuchende Entdeckungsreise, das Ausleben des Bewegungsdrangs oder das Ausruhen unter einem Blätterdach sein                                                                                                            

Im angeleiteten Spiel werden die Entdeckungen, sowie die Fragen und Beobachtugen der Kinder aufgegriffen. Die Natur im Wandel der Jahreszeiten beobchtet. Sing-, Kreis und Regelspiele durchgeführt, es werden Mal-und Bastelangebote unterbreitet, Geschichten erzählt, Bücher angeschaut, Waldhäuser gebaut, Mandalas gelegt. Mit den Erzieherinnen gemeinsam Hütten gebaut, Waldgebiete erobert, Tiere beobachtet und vieles mehr.

Bevor der Wald verlassen wird
Projekte
Bevor der Waldtag  um 11.00 Uhr zu Ende geht, wird im Abschiedskreis gesungen, getanzt und gefragt was den Kindern besonders gut oder weniger gut gefallen hat.
Projekte

Folgende Projekte können unter anderem im Wald stattfinden, die wir mit den Waldkindern auch erarbeiten möchten:
-Löwenzahn
-Kleine Tiere
-Mein Freund der Baum
-Vögel
-Wind, Regen, Sonne
-Die vier Elemente

Elternarbeit
Zur Information und zur Einbindung der Eltern in den Ablauf der Waldgruppe
sind folgende Informationen vorgesehen:
-Elterngespräche, die in regelmäßigen Abständen geführt werden, finden in der Kita statt.
-Aktuelle und wichtige Informationen erhalten die Eltern in der Stammgruppe im Kindergarten
-Wir laden die Eltern auch gerne dazu ein, Aktivitäten mit den Kindern oder für die Kinder zu organisieren. Dazu ist eine Absprache mit dem Team erforderlich.

Feste und Feiern
Ein Kindergeburtstag im Wald ist so einfach: viele Kinder, deren Lebendigkeit und Lautstärke nicht anstrengend sind, die kooperativ und erfindungsreich miteinander umgehen. Mit viel Freude und guter Laune springt das Geburtstagskind mit seinen kleinen Gästen über Stock und Stein. Gemeinsam sitzen sie auf dem Waldboden, singen Geburtstagslieder,  essen ihre selbstgebackenen Waffeln und löschen ihren Durst. Was kostet so ein Geburtstag? Nichts, außer  einigen Ideen, einem Bollerwagen voller guten Sachen und fröhliche, ausgelassene Kinder.

Natürlich feiert auch die Gruppe der Waldkatzen einige Feste, zu denen die Kita und die Eltern eingeladen werden, wie:
-�Ostern�-der Osterhase versteckt die Eier im Wald( Jahreszeitliche Feste werden mit aufgegriffen)
-Geburtstage
-Matschfest am Bach
-Waldfest

Schlusswort
� Die Natur will, dass die Kinder Kinder seien, ehe sie erwachsen werden.
Wollen wir diese Ordnung umkehren, so werden wir frühreife Früchte hervorbringen; jugendliche Greise und greise Jugendliche�.
Jean-Jacques Rousseau


 

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